Lieder für Herz und Seele – Soulfood-Konzert berührte
Am Ende hielt es keinen der über 100 Gäste mehr auf den Stühlen: Donnernder Applaus belohnte die Musikgruppe „Soulfood“ für ihr wunderbares Konzert, zu welchem sie am Samstag (14. März) ins Pfarrheim St. Laurentius eingeladen hatte. Mit „Lieder für die Seele“ war das musikalische Programm überschrieben – ein Titel, der nicht besser hätte gewählt sein können. Denn die vorgetragenen Stücke – komponiert und getextet von Kirchenmusikerin und Musikpädagogin Gisela Schmitt – berührten die Besucherinnen und Besucher tief.
So sollte Pfarrer Michael Ostholthoff nicht zu viel versprechen, als er in seinem Grußwort ein „Festmenü für die Seele“ ankündigte. Bereitet wurde dieses durch insgesamt acht Musikerinnen und Musiker: Sueli Heider (Klavier und Veeh-Harfe) Marianne Hippe und Martina Müller (Veeh-Harfen), Georg Kleemann (Geige), David Schütz (Klarinette), Miriam Schütz (Cello), Katrin Sturm (afrikanische Trommeln) sowie Gisela Schmitt (Gesang und Gitarre).
An diesem Abend erklangen sowohl Lieder von der CD „Dialog“, die Gisela Schmitt während der Coronazeit gemeinsam mit dem Musikproduzenten Chris Paus veröffentlicht hatte, als auch viele neue Stücke sowie einige meditative Gesänge zum Mitsingen für alle. Jedes Lied brachte dabei seine eigene Hintergrundgeschichte zur Entstehung und Bedeutung mit, von Schmitt im Rahmen ihrer Moderation offen erzählt. „Viele Lieder entstanden in Zeiten, in denen es mir nicht gut ging“, so die Musikpädagogin. „Und plötzlich war da ein Lied und sang mir zu: Gib nicht auf. Du bist nicht allein. Glaube an den Gottesfunken in dir.“ Ihre ersten Stücke schrieb Schmitt bereits als Jugendliche und junge Erwachsene: „Mit 16 Jahren habe ich angefangen, Gitarre zu spielen. Sie war und ist mein Seeleninstrument, auch wenn ich Orgel und Klavier studiert habe.“ Schon damals verlieh sie ihren Gedanken und Gefühlen durch das Komponieren Ausdruck – „wobei diese Lieder nicht für die Ohren anderer gedacht waren“.
Das war an diesem besonderen Abend zum Glück anders. Die Besucherinnen und Besucher des Konzertes genossen die ergreifende Atmosphäre, welche die sehr persönliche Liedauswahl im Zusammenklang mit den so verschiedenen Instrumenten mit sich brachte, und auch das eine oder andere Tränchen floss. Ohne Zugabe durfte „Soulfood“ die Bühne natürlich nicht verlassen – und diese war mit „Die ganze Welt ist in Bewegung, so vieles um uns steht in Brand…“ aktueller denn je.
Im Anschluss an das Konzert gab es noch Gelegenheit zum Austausch mit den Musikerinnen und Musikern, die viele der Anwesenden gerne nutzten.
Der musikalische Abend kam übrigens der Initiative „Haltern hilft“ zugute, die aktuell die Stadt Charkiw in der Ukraine unterstützt. Es kamen großartige 750 Euro zusammen – herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender!
Steffi Biber, Pfarrgemeinde St. Sixtus